Erlebnisbericht zur Studienfahrt nach England

von Gymnasium Nossen

Am Donnerstag, dem 8. Oktober, ging es für 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12, sowie die vier Englischlehrer Herrn Adler, Frau Sens, Herrn Rosetz und Frau Weiß nach England auf Studienfahrt.
Los ging es mit dem Reisebus um 20.30 Uhr, es folgten über die Nacht viele Pausen mit Busfahrerwechsel und anschließender Fährüberfahrt nach Dover. Diese war stürmischer als erwartet, aber für Unterhaltung sorgte ein umkippender Kühlschrank.  
Nach weiteren Reisestunden kamen wir 14.00 Uhr an unserem ersten Stopp, der windigen Küstenstadt Brighton, an. Dort hatten wir einige Stunden Aufenthalt, welche wir mit Fish und Chips essen, den Pier besuchen und dem Erkunden der Innenstadt, verbrachten.
Ein bisschen durchgefroren und mit zerzaustem Haar, ging es dann nach Portsmouth zu unseren Gastfamilien weiter. Angekommen auf dem Parkplatz, warteten wir gespannt darauf, diese kennenzulernen, um anschließend zu unseren Unterkünften für die nächsten drei Nächte zu fahren.
Müde, wie wir waren, richteten wir uns dort in den Zimmern ein, aßen Abendbrot und die meisten fielen erschöpft ins Bett.

Am ersten „richtigen“ Tag unseres Aufenthalts fuhren wir in eine der ältesten Städte Englands und die Hauptstadt Hampshires: Winchester.
Angekommen in der Innenstadt liefen wir gemeinsam durch die wunderschönen Straßen und Parks zum Winchester College. Dort erwartete uns eine einstündige Führung durch das eindrucksvolle Schulgelände. Wir erfuhren viel über die Geschichte des Colleges, seine Besonderheiten und Traditionen. Beeindruckt waren wir von der Architektur sowie den Schuluniformen, welche an die Schüler von Hogwarts erinnern.
Nach der Führung verbrachten wir die Mittagsstunden individuell im historischen Stadtzentrum mit Essen gehen, in Läden stöbern und dem Besuchen des „Winchester City Street Markets“.
Anschließend ging es weiter zu den Sportanlagen der Stadt, wo uns ein Cricket-Kurs erwartete. Zu Beginn taten wir uns alle schwer, die Spielregeln zu verstehen. Als dann aber der Dreh raus war, hatten wir viel Spaß beim Ausprobieren des Sports. Manche, wie Timon König, Mia Weigelt und Tim Nönnig, stellten sich dabei als richtige Naturtalente heraus.
Nach einem erlebnisreichen Tag fuhren wir zurück nach Waterlooville, dem Vorort von Portsmouth, um den Abend bei den Gastfamilien ausklingen zu lassen.

Am Sonntag sammelte uns der Busfahrer an den zwei Treffpunkten ein und brachte uns zur Kathedrale von Portsmouth. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und begannen mit der Stadtführung.
Wir guckten uns die Horatio-Nelson-Statue an, liefen am Pier entlang und beobachteten, wie die Fähren von der Isle of Wight ein- und ausfuhren. Außerdem besuchten wir die alte Stadtmauer und deren Verteidigungstürme, sowie den Hafen von Portsmouth, wo die Tour dann auch endete. Wir lernten dabei einiges über die Geschichte und die militärische Bedeutung von Portsmouth.
Danach hatten wir einige Stunden Freizeit, welche viele von uns mit Mittagessen und dem Besuch des Outlets verbrachten. Anschließend trafen wir uns wieder, um zu unserem nächsten Ziel aufzubrechen.
Dieses war das Herrenhaus Beaulieu, welches westlich von Portsmouth liegt. Um zum Schloss zu gelangen, fuhren wir durch den schönen „New Forest National Park“, wo wir aus dem Bus viele frei laufende Pferde und Ponys sichteten.
Nach der Ankunft hieß es für uns Freizeit. Auf dem Gelände des Herrenhauses befinden sich neben dem eigentlichen Gebäude viele weitere Attraktionen. Neben Restaurant, Café und Souvenirladen gibt es noch eine ehemalige Zisterzienserabtei sowie einen aufwendig angelegten Garten. Außerdem ein sehr interessantes National Motor Museum, in dem es zum Beispiel diverse ältere Zweiräder und ikonische britische Fahrzeuge gibt. Durch den Park fahren zwei Doppeldeckerbusse sowie oberhalb entlang eine Einschienenbahn. Die Fahrt mit dieser war so unterhaltsam und besonders, dass einige gleich mehrere Runden hintereinander gefahren sind.
Nach einigen erlebnisreichen Stunden bei schönstem Herbstwetter, machten wir uns wieder auf den Weg zu unseren Gastfamilien, wo wir auch schon die letzte Nacht verbringen würden.

Nachdem sich am Montagmorgen jeder von seinen Gastfamilien verabschiedet hatte, ging es los nach London – unserem letzten Ziel für die Reise.
Unser Tag startete in Greenwich, dem Stadtteil, den jeder von uns kennen sollte, und die erste Attraktion ist auch bekannt: das „Royal Greenwich Observatory“ mit dem quer hindurch verlaufenden Nullmeridian.
Von dort ging es runter zur Themse, wo auf uns eine Bootsfahrt über den Fluss wartete.
Das Schiff fuhr am Finanzzentrum von London vorbei, unter der „Tower Bridge“ und zahlreichen anderen Brücken hindurch, um uns schlussendlich einen tollen Blick auf das „London Eye“, den „Elizabeth Tower“ mit „Big Ben“ und dem Parlament freizugeben.
Angekommen am Ufer konnten wir nun die Stadt auf eigene Art und Weise erkunden. Viele hatten sich schon im vorhinein einen Plan gemacht, was sie unternehmen wollten.
Die Lehrer boten für die, welche erst einmal einen Eindruck der Stadt bekommen wollten, eine kleine Tour entlang einiger Sehenswürdigkeiten an. Bei dem Spaziergang liefen wir am Parlament und dem „Elizabeth Tower“ vorbei, setzten unseren Weg zum Buckingham Palast fort und endeten schlussendlich am „Trafalgar Square“.
Danke an unsere Lehrkräfte für diese interessante und unterhaltsame Tour!
Um kurz vor fünf trafen sich dann nochmal etwa die Hälfte der Gruppe, um gemeinsam mit dem „London Eye“ zu fahren. Von dort hatten wir einen sehr guten Blick auf die Metropole und das Geschehen auf den Plätzen und der Themse.
Ein kleines Abenteuer war dann noch das U-Bahn fahren, um zum außerhalb gelegenen Treffpunkt zu gelangen. Dort angekommen, hieß es dann Einstieg und Abfahrt nach Dover.
Die nächtliche Fähre war weitaus entspannter, verschlafener und ohne Kühlschrank-Dilemma.

Von Calais ging es dann in den Morgenstunden zur deutschen Grenze und nach Busfahrerwechsel und Mittag nähe Kyffhäuser, kamen wir super pünktlich wieder in Nossen an.
Wir waren zwar erschöpft und müde, aber in unserem Herzen trugen wir viele wunderschöne und neue Erlebnisse und Erinnerungen.
Eine Studienfahrt, die wir auf jeden Fall nicht so schnell vergessen werden!

Liebe Frau Sens, liebe Frau Weiß, lieber Herr Rosetz und vor allem lieber Herr Adler, welcher die ganze Reise organisierte, wir bedanken uns im Namen aller ganz herzlich bei Ihnen für dieses tolle Erlebnis, bei dem wir so viel Spaß und Freude hatten.
Wir legen allen jüngeren Schülerinnen und Schülern ans Herzen, solche Chancen zu nutzen und gemeinsam Neues zu erleben.


Lenka Feiereis und Adele Hoferichter  1/4